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SFDR Private Equity: 5 Herausforderungen für Private-Equity-Investoren beim SFDR-Reporting

Impact & ESG Nachrichten
June 18, 2025
Inhaltsverzeichnis

Taxonomie- und SFDR-Reporting sind schwierig.

Private Equity ist aus Wirkungsperspektive äußerst attraktiv, da es auf Vermögenswerte abzielt, die für andere Investoren unzugänglich sind, und Unternehmen aktiv auf nachhaltigere Geschäftsmodelle hinlenken kann.

Dennoch haben viele SFDR Private Equity-Investoren Schwierigkeiten mit den neuen SFDR-Reporting-Anforderungen und kämpfen darum, die wachsende LP-Nachfrage nach ESG-fokussierten Fonds zu erfüllen. Unsere Arbeit mit PE-Fonds hat gezeigt, dass sie erhebliche Herausforderungen bei der Interpretation der Regulierungen, der zu messenden ESG-Kennzahlen und beim Datenzugang haben.

Warum stehen diese Unternehmen vor solchen SFDR Herausforderungen PE?

Problem 1: Mangelnde Klarheit bezüglich der regulatorischen Anforderungen

Alle betroffenen Stakeholder erleben die Unsicherheit rund um neue Offenlegungsanforderungen. Investoren kämpfen mit unklaren Konsequenzen bei unvollständigem Reporting. Besonders für „mittelgrüne“ Artikel-8+-Fonds fehlt es an klaren Leitlinien. PE-spezifische SFDR Compliance-Fragen:

  • Da private Unternehmen keine Berichtspflichten haben, wie sollen PE-Fonds ihr Taxonomie-Alignment oder PAIs bewerten?
  • Artikel-9-Fonds haben Bedenken bezüglich ihrer Alignment-Verpflichtungen geäußert.
  • Können Proxy-Daten verwendet werden? Während Liquid-Asset-Manager auf Schätzungen zurückgreifen können, erhalten Private-Equity-Fonds kaum Hinweise.
  • Wenn ja: Woher sollen diese Daten kommen und wie soll ihre Validität bewertet werden?

Problem 2: Mangelnde Datenverfügbarkeit für Pre-Investment-Screening und Due Diligence

PE-Firmen sind hervorragend bei der Identifizierung von Deals auf Basis begrenzter Daten. Dies ändert sich mit zunehmendem ESG-Druck. Mangelnde Taxonomie/PAI-Schätzungsabdeckung lässt PE-Fonds mit sehr wenig zurück. Diese Analyse so früh wie möglich in den Investmentprozess zu integrieren ist für das Taxonomie-Alignment entscheidend.

Problem 3: Mangelnde Portfolio-Unternehmens-Expertise bei Nachhaltigkeitsreporting

Das zeitliche Missverhältnis zwischen SFDR Level 2 (2023) und CSRD (2025) schafft eine Lücke. Artikel-8+- und 9-Fonds müssen für 5, 10 oder 30 Portfoliounternehmen berichten, die noch keine Nachhaltigkeitsberichterstattung haben. Der Silberstreif: Diese Reporting-Übung ist ein sicherer Weg, die Nachhaltigkeitsdatenerfassung im Portfolio anzukurbeln.

Problem 4: Vernetzung der Daten, aber Schwierigkeiten beim Zusammenfügen

Artikel-8+- und 9-PE-Fonds analysieren Daten gegen mindestens 3-4 verschiedene Frameworks: SFDR (Taxonomie + PAI), UN SDGs, UN PRI und eigene ESG-Frameworks. Die Vernetzung dieser Frameworks kann oft zu Doppelarbeit führen.

Mit der COP27 wurde angekündigt, dass CDP den ISSB IFRS S2-Standard integrieren wird – ein wichtiger Schritt zur verbesserten Verbindung zwischen Standards.

Problem 5: Erhöhte Kosten für Impact Investoren

Impact-PE-Firmen sind Vorreiter beim nachhaltigen Investieren. Regulatorische Anforderungen treiben nun ebenfalls die Kosten für Investoren Offenlegung in die Höhe. PE-Firmen geraten unter LP-Druck, als Artikel 8+ oder 9 zu listen, um Zugang zu grünem Kapital zu erhalten.

Ausblick:

Diese Herausforderungen mögen einschüchternd erscheinen. Aber mit der richtigen Strategie, Orientierung und den richtigen Tools ist es durchaus möglich, diese Probleme zu lösen. Briink hat einen praktischen Leitfaden für Investoren speziell zum Taxonomie-Reporting geschrieben.

Haftungsausschluss: Die in diesem Inhalt bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar.

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