Alle Blogartikel

Die 26. Klimaverhandlungen in Glasgow, die COP26, veranlassen viele Institutionen – und uns bei Briink – dazu, den seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 erzielten Fortschritt genau zu betrachten. Sind wir als Nationen, Unternehmen und Zivilgesellschaft „auf Kurs“? Können wir die globale Erwärmung bis 2030 auf 1,5 °C begrenzen?
Die vorläufigen Veröffentlichungen aus dem Sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) beantworten diese Frage eindeutig: Nein. Die globale Oberflächentemperatur wird unter allen betrachteten Emissionsszenarien mindestens bis zur Mitte des Jahrhunderts weiter ansteigen.
Dies wird zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen, maritimen Hitzewellen und Starkregenereignissen führen, zu landwirtschaftlichen und ökologischen Dürren sowie zu einer Zunahme intensiver tropischer Wirbelstürme – verbunden mit einem Rückgang der arktischen Meereseis-Bedeckung, Schneedecke und des Permafrostes. (IPCC 2021)
Ein düsteres Szenario und ein klares Signal an die COP26 – die Zeit zum Handeln ist jetzt!
Die EU-Taxonomie als Treiber der Transformation
Die aktuelle Regulierungswelle auf europäischer und internationaler Ebene unter dem Stichwort „Sustainable Finance“ zielt darauf ab, diesen Wandel durch die Finanzierung klimafreundlicher Wirtschaftsaktivitäten zu beschleunigen. Die Bestandsaufnahme der europäischen Wirtschaft nach der EU-Taxonomie macht diese grünen Aktivitäten identifizierbar. Klimatransparenz Nachhaltigkeit ist das übergeordnete Ziel.
Aber es gibt auch kritische Stimmen gegenüber der EU-Taxonomie, die wir bei Briink ernst nehmen:
„Klimaberichterstattung hat das Klima bisher nicht gerettet.“ – „Ein bürokratischer Aufwand, insbesondere für kleinere Unternehmen, entzieht ihnen Zeit und finanzielle Ressourcen, um sich mit dem Kernproblem zu befassen: der Reduktion von Emissionen.“
Diese Stimmen sollten nicht ungehört bleiben – aber ESG Transparenz über den eigenen Klimabeitrag kann auch eine Geschäftschance darstellen. Es lohnt sich, Klimaberichterstattung anzugehen!
Den Dschungel der Klimaframeworks navigieren
Es ist tatsächlich nicht einfach für Unternehmen, sich durch den Dschungel der Berichtsstandards zu navigieren und ein Framework zu wählen, das zu ihrer Branche, Größe und Regionalität passt. Klimadaten Reporting sollte vieles umfassen: die Darlegung interner Verantwortlichkeiten für Klimafragen, die Erfassung von CO₂-Daten sowie das Ziel, die eigenen CO₂-Emissionen zu reduzieren und Maßnahmen zu etablieren.
Dazu gehören auch die Analyse von Klimarisiken für das Unternehmen und die mögliche Anpassung des Geschäftsmodells an das 1,5-Grad-Ziel.
Durch den Dschungel und wieder heraus: Wie Klimaberichterstattung beim EU-Taxonomie-Reporting helfen kann
Klimaberichterstattung kann Unternehmen auf zwei Weisen helfen: Erstens bietet das Reporting die Möglichkeit zur Selbstreflexion und zur Steuerung der eigenen Entwicklung. Außerdem haben externe Akteure wie Investoren die Möglichkeit, eine gute ESG-Performance zu sehen und diese möglicherweise zu belohnen – etwa in Form günstigerer Kreditkonditionen im Bereich Green Finance.
Aber auch die Einhaltung der Anforderungen der EU-Taxonomieverordnung kann dadurch einfacher werden. Gemäß Artikel 8 sollen Unternehmen, die bereits nach der NFRD berichten, ab dem nächsten Geschäftsjahr auch den Anteil grüner Aktivitäten an Umsatz, CAPEX und OPEX ausweisen – zunächst für Klimaschutz und Klimaanpassung.
Hier kann die bisherige Klimaberichterstattung helfen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Klimaberichterstattung gemäß TCFD (TCFD 2021) etabliert:
1. Governance: Für die Klimaberichterstattung wurden bereits Verantwortlichkeiten für Klimafragen geklärt. Das Taxonomie-Reporting baut auf diesen Strukturen auf.
2. Strategie: Ziele wurden gesetzt und der Fortschritt verfolgt – eine gute Grundlage für das Tracking grüner Investitionen.
3. Risikomanagement: Wesentliche Klimarisiken wurden identifiziert. Das belegt die Resilienz des Geschäftsmodells.
4. Kennzahlen und Ziele: Eine Datenbasis wurde erstellt und geeignete Reporting-Strukturen aufgebaut – wertvoll für die Überprüfung anhand der Technischen Bewertungskriterien.
Natürlich deckt die durch Klimaberichterstattung geleistete Vorarbeit nicht alle Anforderungen der EU-Taxonomie ab: (1) Zuordnung förderfähiger Aktivitäten zu Unternehmensfinanzen, (2) Überprüfung quantitativer und qualitativer Dokumente sowie regelmäßiges Reporting und (3) Screening der Technischen Bewertungskriterien erfordern zusätzlichen Aufwand. Hier kann KI helfen: Folgen Sie uns weiter, um mehr zu erfahren!
Zusammenfassung
Der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft ist eine enorme Aufgabe für Staaten, Wirtschaftsakteure und die Zivilgesellschaft. Klimaberichterstattung kann jedoch auch für kleinere Unternehmen der erste Schritt sein, Governance-Strukturen zu etablieren, Daten zu erfassen und Ziele mit konkreten Klimamaßnahmen zu hinterlegen. Synergien zwischen Klimaberichterstattung und EU-Taxonomie-Reporting können genutzt werden – und Unternehmen leisten so aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz!
Verwandte Artikel

Build Once. Reuse
Every Cycle.
Use AI to extract, structure, and reuse ESG data across CDP and beyond. Get ready for AI-powered pre-filling in the 2026 disclosure cycle.


