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Die ESG-Datenlücke in der Lieferkette der Deutschen Telekom schließen

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Telekom Deutschland

Die Deutsche Telekom ist einer der größten Telekommunikationsanbieter Europas mit Hauptsitz in Bonn. Das Unternehmen ist in Dutzenden Märkten in den Bereichen Festnetz, Mobilfunk und Internet tätig. Als Großunternehmen mit einer umfangreichen und diversen Lieferantenbasis und dem Anspruch, auch im Bereich Nachhaltigkeit führend zu sein, sieht sich die Deutsche Telekom mit dem wachsenden Druck konfrontiert, die ESG-Reife ihrer Lieferkette zu verstehen – einschließlich Tausender kleinerer Lieferanten, für die Nachhaltigkeitsberichte oft nur begrenzt oder gar nicht vorhanden sind.

Use Case

Die Deutsche Telekom wollte untersuchen, ob KI-gestütztes Screening ihre ESG-Lieferanten-Due-Diligence ergänzen kann, insbesondere für eine Lieferantenkategorie mit begrenzter Verfügbarkeit öffentlicher Daten, bei der manuelle Screenings ineffizient sind und bestehende Tools an ihre Grenzen stoßen. Die Telekom nutzte die Batch-Screening-Funktion von Briink für über 500 Lieferanten-Screenings während des Pilotprojekts und testete dabei in Echtzeit die Extraktion öffentlicher Daten, Fragebogenlogik, Benchmarking-Ergebnisse und Export-Workflows.

Ergebnis

Die Telekom erlebte, wie Feedback innerhalb weniger Tage in direkte Produktverbesserungen einfloss. So wurden Funktionen gestaltet, die umfassendere Screening- und Benchmarking-Workflows im Unternehmen unterstützen. Wo öffentliche Quellen vorhanden waren, war die Extraktionsqualität zuverlässig. Bei Lieferanten ohne verfügbare Dokumentation erhielt die Telekom eine klare, fundierte Antwort statt einer offenen Frage, was Recherchezeit einsparte und genau aufzeigte, wo die Lieferantenansprache anzusetzen ist.

Inhaltsverzeichnis

Kontext

Die Deutsche Telekom wollte die KI-gestützte ESG-Lieferantenprüfung für eine komplexe, schwer zu bewertende Lieferantengruppe erproben. Das übergeordnete Ziel war eine höhere Präzision bei der Scope-3-Bilanzierung: Ein Großteil des vorgelagerten Fußabdrucks wird derzeit mit Branchendurchschnittswerten berechnet. Die Telekom wollte untersuchen, ob lieferantenspezifische Daten wie Reduktionsziele, Basis- und Zieljahre sowie berichtete Emissionen in großem Maßstab erhoben werden können, um Durchschnittswerte durch unternehmensspezifische Zahlen zu ersetzen. Neben bestehenden Datenquellen wie CDP bedeutete dies, die Nachhaltigkeitsreife einer Vielzahl kleinerer deutscher Lieferanten zu bewerten, von denen viele kaum oder gar keine öffentlichen ESG-Informationen bereitstellen.

Herausforderung

Diese Lieferantenkategorie ist äußerst schwer zu prüfen. Öffentliche Nachhaltigkeitsdokumentationen sind bei kleineren Anbietern rar, und die manuelle Recherche bei hunderten Unternehmen ist langsam und ressourcenintensiv. Die Telekom wollte herausfinden, wie weit eine automatisierte Prüfung auf Basis öffentlicher Daten in einem solchen Segment gehen kann und wo die Grenzen liegen.

Ansatz

Briink und die Telekom arbeiteten iterativ zusammen, anstatt eine einmalige Lösung zu liefern. Im Laufe der Zusammenarbeit testeten und verfeinerten die beiden Teams:

  • Extraktion öffentlicher Daten bei über 500 Lieferantenprüfungen
  • Fragebogenlogik und strukturierte Datenverarbeitung
  • Benchmarking und Tabellen-Ausgabeformate
  • Excel-Export-Workflows
  • Ausgabetrennzeichen und Formatierungsdetails, die sich aus der praktischen Anwendung ergaben

Jede Feedbackrunde der Telekom wurde als Input für das Produkt selbst betrachtet, nicht als einmalige Korrektur.

Was die Telekom besonders schätzte

Drei Aspekte hob die Telekom im Rahmen des Pilotprojekts besonders hervor:

Geschwindigkeit der Funktionsentwicklung. Feedback wurde innerhalb weniger Tage von der Diskussion in eine fertige Produktfunktion umgesetzt. Die Telekom formulierte es so: „Die Geschwindigkeit, mit der Briink unser Feedback in funktionierende Produktverbesserungen umgewandelt hat, war außergewöhnlich. Wir konnten die Änderungen innerhalb weniger Tage auf der Plattform sehen.“

Zusammenarbeit und Reaktionsfähigkeit. Offene Fragen wurden schnell geklärt, und der Input der Telekom prägte die Ausrichtung des Produkts maßgeblich. „Das Briink-Team war während des gesamten Pilotprojekts sehr engagiert. Offene Fragen wurden zügig geklärt, und wir hatten das Gefühl, dass unser Feedback das Produkt wirklich mitgestaltet hat.“

Nachhaltige, skalierbare Produktfunktionalität. Die während des Pilotprojekts entwickelten Verbesserungen waren keine maßgeschneiderten Einzellösungen. „Der Pilot lieferte nicht nur eine einmalige Analyse. Er half dabei, Plattformfunktionen zu entwickeln, die skalierbarere Screening- und Benchmarking-Workflows für Unternehmen unterstützen.“

Datenqualität und Ergebnisse

Bei über 500 Lieferanten-Screenings im Rahmen des Pilotprojekts konnte Briink für etwa ein Drittel relevante ESG- oder Nachhaltigkeitsdokumente identifizieren. Wichtig ist: Dies lag nicht an einer mangelhaften Extraktionsgenauigkeit. Wo relevante öffentliche Quellen vorhanden waren, lieferte Briink zuverlässige Ergebnisse. Der limitierende Faktor war, dass für einen großen Teil der kleineren Lieferanten überhaupt keine öffentlichen Nachhaltigkeitsdokumente existieren.

Diese Unterscheidung erwies sich als wichtiger als die reine Abdeckungsquote. Für jeden Lieferanten ohne verfügbare Dokumentation hatte die Telekom nun eine klare, bestätigte Antwort statt einer offenen Frage. Das Team wusste genau, wo weitere Recherchen zwecklos wären und wo stattdessen der Fokus auf die direkte Lieferantenansprache liegen sollte. Alexander Freudenberg, ESG Strategy Manager bei der Telekom Deutschland GmbH, stellte fest: „Wo relevante öffentliche Quellen verfügbar waren, war die Extraktionsqualität hoch. Der Pilot half uns zudem zu verstehen, wo das Screening öffentlicher Daten an seine Grenzen stößt.“

Für die Scope-3-Bilanzierung ist dies eine strategisch wertvolle Erkenntnis. Sie zeigt der Telekom, wo lieferantenspezifische Emissionsfaktoren realistischerweise Branchendurchschnitte ersetzen können und wo andere Wege erforderlich sind – etwa durch direkten Lieferantendialog, zugekaufte Datensätze oder weniger aufwendige Offenlegungsprogramme. Anstatt auf Basis ungetesteter Annahmen in einen breiten Rollout zu investieren, gewann die Telekom diese Erkenntnis innerhalb weniger Wochen.

Die Telekom arbeitet nun auf Basis fundierter Erkenntnisse darüber, was ein ESG-Screening öffentlicher Daten in einem schwierigen Lieferantensegment zum jetzigen Zeitpunkt leisten kann und was nicht, und trägt gleichzeitig dazu bei, Plattformfunktionen für den breiteren Unternehmenseinsatz zu gestalten.

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